Wie pflege ich mein Rasiermesser und meinen Rasierpinsel richtig?

Deine wichtigsten Werkzeuge bei der Rasur sind Pinsel und Messer. Und damit die auch lange perfekt funktionieren, gilt es ein paar Regeln bei deren Pflege zu beachten.

Über die richtige Nassrasur.

Du bist nun schon seit längerem passionierter Nassrasierer und möchtest aufsteigen in den Kreis der Männer, welche die Königsdisziplin der Rasur beherrschen: die Messerrasur.

Du willst dich also nass rasieren? Unglaublich gute Entscheidung. Einige Dinge solltest du aber wissen und beachten.

Die Nassrasur halten wir für eine außerordentlich gute Sache und wir wollen dich dabei als Bart- und Rasierbuddies unterstützen. „Einfach so mal eben schnell rasieren“ geht in Form einer Nassrasur meist schief. Die Vorbereitung muss sitzen. Wenn die nicht passt, sind Hautirritationen oder gar Verletzungen schon garantiert.

Damit das wiederum nicht passiert, klären wir dich auf, was alles für eine Nassrasur benötigt wird und warum, welche Merkmale diese Tools ausmachen, und wie du sie richtig verwendest. Anschließend solltest du bestens gerüstet sein, um dich, deinen Bart und deine Haut mühelos durch eine gründliche Nassrasur zu bringen. Es benötigt zunächst zwar etwas Übung, wird mit der Zeit aber eine Routine – ähnlich wie Fahrrad fahren.

Vorweg: Nimm dir Zeit für deine Rasierwerkzeuge und deine Rasur. Niemand hetzt dich, bleibe ruhig und gelassen und behandle all deine Tools mit Liebe. Deine Rasur sollte mit Hingabe erfolgen, denn es gehört unserer Meinung nach dazu, mit sich alleine und vollkommen ruhig zu sein, wenn man sich rasiert. Seine innere Mitte finden und behalten und so. Nur wenn du Zeit hast, kann auch die Rasur gründlich und schonend ablaufen. Ohne Schnitte, ohne Reizungen, ohne Hautirritationen. Genug des Vorgeplänkels, jetzt geht’s aber los.

Dein Rasiermesser. Das mächtigste Werkzeug, das die Nassrasur kennt.

Schau dir so ein Rasiermesser einmal ganz genau an. Dein Rasiermesser ist bei der Nassrasur vielmehr als nur ein Werkzeug – es ist dein bester Freund. Wähle daher mit Bedacht, wen du zu deinem Freund machst, denn Rasiermesser ist nicht gleich Rasiermesser. Heute werden hauptsächlich zwei Sorten Stahl verwendet: Kohlenstoffstahl, nicht rostfrei und Chromstahl, der rostträge ist.

Du bekommst Rasiermesser mit derbem, halbhohlem, vollhohlem oder extrahohlem Schliff, es gibt aber auch noch einige andere Schliffarten. Für die normale Gesichtsrasur sind die genannten Schliffe geeignet. Neben dem Schliff trägt die Breite der Klinge ergänzend zu deinem Rasurerlebnis bei, die zwischen 2/8″ und 8/8″ liegt. Und auch der Klingenkopf redet einige Wörtchen mit, vier verschiedene gibt es: Gradkopf, Rundkopf, Französischer Kopf und Spanischer Kopf.

Vor der Rasur ist es wichtig, dein Rasiermesser abzuziehen. Der Zeitpunkt kommt nicht von ungefähr. Der sehr feine Grat der Schneide wurde durch deine harten und borstigen Bartstoppeln während deiner letzten Rasur leicht beschädigt. Er richtet sich von selbst wieder ein wenig auf, das dauert aber seine Zeit und so gilt die Regel, ein Rasiermesser mindestens 24 Stunden lang ruhen zu lassen.

Die gute Pflege deines Rasiermessers ist von großer Bedeutung, damit du lange Freude daran hast, und es vielleicht sogar an deinen Nachkommen weitervererben kannst. Deshalb reinige das Messer direkt nach der Rasur gründlich, indem du Reste von Rasierschaum und Haarstoppeln unter fließendem Wasser abwäschst. Tupfe es anschließend vorsichtig trocken. Wenn du weißt, dass du das Rasiermesser eine längere Zeit nicht nutzt, behandle es mit etwas Öl. Es gibt spezielles Klingenöl, die meisten die wir kennen, nutzen Waffenöl, aber dazu später mehr.

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Der Abziehriemen. Ohne ihn wird dein Rasiermesser sehr schnell stumpf.

Es gibt verschiedene Ausführungen bei den Abziehriemen. Den Hängeriemen, den Stoßriemen und den Spannschraubriemen. Wir erklären dir grob Funktion und Verwendung. Alle Riemen gibt es in verschiedenen Lederarten. Rindsleder ist am weitesten verbreitet, stabil und fest, außerdem erschwinglich im Preis. Büffelleder ist ebenfalls sehr robust, kann aber mit der Zeit ausbleichen und erhält einen speckigen Glanz.

Juchtenleder ist besonders geschmeidig und wasserdicht. Es wird auf besondere Weise behandelt und gegerbt. Du solltest generell darauf achten, dass dein Leder natürlich gegerbt ist. Der Vorteil einer natürlichen Gerbung des Leders liegt darin, dass ein Einfetten des Riemens nicht nötig ist. An einem Hängeriemen, der an einem festen Ankerpunkt in der Wand befestigt ist, lässt du dein Rasiermesser langsam und mit wenig Druck das Leder hinauf- und nach einer Drehung auf dem Klingenrücken wieder hinabgleiten.

Achte darauf, dass dein Messer immer mit Rücken und Schneide am Leder aufliegt, möglichst auch beim Wenden. Wende immer über den Rücken. Der Riemen darf ruhig leicht durchhängen. Das Problem an Hängeriemen ist, dass du die Spannung des Leders selbst herstellen musst. Gerade Anfängern fällt es schwer, das Spannen und das Abziehen zu koordinieren, was dazu führt, dass die Schneide nicht perfekt geschärft wird.

Sollte ein Stoßriemen oder Spannschraubriemen, den du komfortabel ohne Ankerpunkt in der Hand halten kannst, das Werkzeug deiner Wahl sein, ist der Abziehvorgang übrigens der gleiche. Der Spannschraubriemen sollte nicht auf Anschlag gespannt sein, sondern noch leicht nachgeben. „Wie oft soll ich das Messer denn abziehen?“ Im Internet kursieren Zahlen zwischen 5 und 100 Mal. Wie fast immer gilt: weniger ist mehr. Ziehe dein Messer 10 bis 15 Mal von jeder Seite ab. Und wie oft du dafür tatsächlich abziehen musst, bekommst du mit etwas Übung raus. Du merkst es bei der Rasur, ob der Grat der Schneide passt.

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Dein Rasierschaum. Am besten aus Rasierseife selbst geschlagen. Mit einem gepflegten Rasierpinsel.

Rasierschaum schlagen. Noch so etwas, das du ausprobieren und üben musst. Denn entweder du nimmst für deine Nassrasur Rasierschaum aus der Dose, oder du machst es wie ein richtiger Mann. Du schlägst ihn dir selbst aus Rasierseife – mit Hilfe eines Rasierpinsels. Es gibt ihn mit verschiedenen Haaren, wie zum Beispiel Rosshaar, Schweinshaar oder Dachshaar. Letzteres ist die weichste Haarsorte und besonders elastisch, daher auch unsere absolute Empfehlung. Gut sind aber auch die modernen veganen Pinsel mit hochwertigen synthetischen Haaren.

Gib deine Rasierseife in eine Schale und feuchte den Rasierpinsel unter laufendem warmem Wasser gut an. Überschüssiges Wasser schleuderst du locker flockig aus dem Handgelenk mit einer schwungvollen Bewegung aus dem Pinselkopf ins Waschbecken. Und nun lass ihn mit der Rasierseife tanzen. Durch die kreisenden und schwungvollen Bewegungen, die du ohne großen Druck auf die Rasierseife ausübst, entsteht schon nach kurzer Zeit ein wunderbar cremiger Rasierschaum. Hoffentlich.

Zur wichtigen Pflege deines Pinsels. Spüle ihn nach jeder Verwendung unter lauwarmem, laufendem Wasser aus, um sämtliche Seifenreste zu entfernen. Denn es ist eine der Eigenschaften einer guten Rasierseife, Haare weich zu machen. Nun sind die Borsten an deinem Pinsel ebenfalls Haare – du siehst das Problem.

Vorsicht: Auch wenn dein Verlangen danach groß sein mag, darfst du deinen Rasierpinsel nicht ausdrücken oder trocken rubbeln, sondern ihn lediglich – locker flockig aus dem Handgelenk – ausschlagen, bis kein Wasser mehr kommt. Zur Lagerung gibt es verschiedene Meinungen, die einen sagen, unbedingt hängend, die anderen sagen, es geht auch stehend. Damit sich kein Wasser am Knoten des Rasierpinsels (das ist der Punkt an dem die Haare gebündelt sind) ansammelt und sich schlimmstenfalls Schimmel bildet, lagere deinen Rasierpinsel besser überkopf hängend.

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Kamelienöl ist der Freund deines Rasiermessers.

Bei Rasiermessern handelt es sich nunmal nicht um rostresistente Alltagsklöppel mit einer stumpfen Kante, sondern um filigrane Schneidwerkzeuge. Die herrausragende Schärfe eines Rasiermessers bringt eine gewisse Empfindlichkeit und Anfälligkeit für Rost mit sich. Aber keine Sorge, im morgendlichen Ritual ist die richtige Pflege deiner getreuen Klinge recht simpel zu integrieren.

Wenn du dich schon über den richtigen Umgang mit dem Rasiermesser nach der Anwendung informiert hast, weisst du ja, dass es wichtig ist, das Messer sauber und trocken zu halten. Abwaschen, abtupfen, vielleicht sogar föhnen und dann?

Jetzt kommt das Kamelienöl ins Spiel. Durch seine auffallend säurefreie Zusammensetzung ist es perfekt für den Schutz deines Messers geeignet. Verwendet wird es bei allerlei nicht rostresistenten Messern und Werkzeugen, um diesem Umstand beizukommen. Willst du also, dass dein Rasiermesser lange lebt, trage nach seiner Reinigung und nachdem es trocken ist, ein paar Tropfen Kamelienöl auf, und schütze es vor Flecken oder gar der schädlichen Korrosion. Absolut notwendig ist dies, wenn du es länger nicht benutzt.

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blackbeards haben die passenden Werkzeuge zur Rasur für dich. Die Auswahl ist groß, bediene dich.

Die Entscheidung ist getroffen: Du willst dich nassrasieren. Gut gemacht. Gute Entscheidung. Nun benötigst du aber noch die passenden Rasiertools für die Nassrasur. Viele Produkte warten darauf, von dir entdeckt und ausprobiert zu werden. Sie stehen bereit, dir bei der Rasur beizustehen.

Genauso viel Zeit, wie du dir für deine Rasur nimmst, solltest du dir auch für die Pflege deiner Werkzeuge nehmen. Bedenke: Bei richtiger Pflege werden sie dich sehr lange begleiten und dir hoffentlich auch entsprechend viel Freude bereiten. Im blackbeards Onlineshop findest du dazu alles, was du benötigst. Deiner Rasur steht nun absolut nichts mehr im Weg.

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